Geht doch - Bauhelfer mit 56 Jahren

Dass Jörg-Dieter Panitzsch fit ist sieht man ihm auf den ersten Blick an. Seit vielen Jahren hält sich der 56jährige mit Kraftsport gesund und aktiv. Trotzdem war es für den gelernten Maschinenkeramikfacharbeiter schwer in den zurück liegenden Jahren eine Anstellung zu finden. „Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben noch einmal in Arbeit zu kommen“ so Jörg-Dieter Panitzsch. Seit mehr als 6 Jahren versuchte er vergeblich eine sozialversicherungspflichtige Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

Mit Hilfe des Beschäftigungspaktes fand Herr Panitzsch in diesem Jahr einen neuen Arbeitgeber, der auch die Potentiale älterer Arbeitnehmer schätzt. Die Firma MD-Bau GmbH aus Zehdenick suchte einen Bauhelfer und setzte dabei, zunächst einmal befristet, auf die Stärken von Jörg-Dieter Panitzsch. Und dieser nahm die Herausforderungen, die seine neue Arbeit mit sich brachte gern an. Zuverlässig und gewissenhaft erfüllte er die ihm übertragenen Aufgaben. Durch das regelmäßig durchgeführte Training im Rahmen seines Kraftsportes war es Herrn Panitzsch möglich der ungewohnten physischen Belastung auch dauerhaft stand zu halten. Und so ist der neue Arbeitgeber mehr als zufrieden. „Bei entsprechender Auftragslage werden wir Herrn Panitzsch im nächsten Frühjahr auf jeden Fall wieder einstellen“ so die MD-Bau GmbH.

Geht doch – Allrounder mit 55 Jahren

Wie flexibel und engagiert Hartmut Böcker ist, zeigt sich nicht nur an seinem beruflichen Werdegang. Der gelernte Land- und Baumaschinenmechaniker hat bereits die unterschiedlichsten Berufe ausgeübt. Ob als Wachschützer, Gärtner, Maler oder Bauhelfer, der 55-Jährige war immer mit vollem Einsatz und Engagement dabei. Doch trotz guter Arbeitsleistungen, die ihm auch immer wieder von seinen Arbeitgebern bestätigt worden waren, wurde Herr Bröcker 2006 arbeitslos.

Für den agilen Mann kam aber zu Hause bleiben und abwarten nicht in Frage. „Ich wollte arbeiten und dementsprechend habe ich auch alles daran gesetzt“ so Hartmut Bröcker. Er bewarb sich bei Arbeitgebern in der Region. „Leider konnte mir kein Arbeitgeber eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbieten.“ Daher überbrückte der Neubrandenburger die Zeit mit Nebenjobs, unter anderem auch bei der Praefa GmbH. 

Im März 2009 ergab sich dann für ihn die Chance der Teilnahme am Beschäftigungspakt „Allianz 50plus“. „Für mich war klar, dass der Beschäftigungspakt mich bei der Suche nach einer neuen Anstellung unterstützen kann, daher wollte ich unbedingt teilnehmen“ erinnert sich Hartmut Bröcker. 

Das Engagement und die Entschlossenheit von Herrn Bröcker zahlten sich im März 2010 aus. Mit Unterstützung des Beschäftigungspaktes konnte er eine Teilzeitbeschäftigung als Hausmeister bei der Praefa GmbH aufnehmen. „Es ist so schön endlich wieder gebraucht zu werden“ so Hartmut Bröcker. Und auch sein neuer Arbeitgeber ist mit dem Alleskönner sehr zufrieden. „Herr Bröcker leistet hier sehr gute Arbeit“ so Frau Teutloff von der Praefa GmbH.

Mit 59 Jahren neuen Arbeitsplatz als Verkäuferin

Wer Brigitte Vaillant bei der Arbeit beobachtet, sieht förmlich wie viel Spaß der gelernten Fachverkäuferin die neue Arbeit bei der Oil! Tankstelle Mirow macht. Niemand würde auf die Idee kommen, dass es dieser engagierten Frau schwer viel eine neue Anstellung zu finden.

Doch auch für Brigitte Vaillant war die Arbeitsplatzsuche nicht einfach. Unzählige Bewerbungen hat die 59jährige in den vergangen drei Jahren geschrieben. Trotzdem blieben die Zusagen der Arbeitgeber zunächst aus. Dass dies keine einfache Zeit für Brigitte Vaillant war, ist nachvollziehbar. „Ich konnte nicht verstehen, warum mich kein Arbeitgeber einstellen wollte.“ so Brigitte Vaillant. „Ich bin gelernt Fachverkäuferin und habe viele Jahre Berufserfahrung“. Doch aufgeben kam für die resolute Frau nicht in Frage und daher kam das Angebot zur Teilnahme am Beschäftigungspakt „Allianz 50plus“ gerade recht. „Ich habe den Beschäftigungspakt als eine weitere Chance gesehen endlich einen neuen Arbeitsplatz zu finden“ so Frau Vaillant.

Und die Beharrlichkeit von Brigitte Vaillant hat sich ausgezahlt. Seit Mai 2010 ist sie als Verkäuferin bei der Oil! Tankstelle in Mirow angestellt. Mit Unterstützung des Beschäftigungspaktes konnte Frau Vaillant nach drei Jahren Arbeitslosigkeit endlich wieder in eine neue Beschäftigung aufnehmen.  „Die Arbeit macht mir richtig viel Spaß“ fasst Frau Vaillant die ersten Monate zusammen. Und auch ihr neuer Arbeitgeber ist sehr zufrieden. „Wir sind sehr froh, dass wir Frau Vaillant als Mitarbeiterin gewinnen konnten. Sie hat sich sehr schnell eingearbeitet und passt hervorragend in unser Team.“ so Jörg Hempel (Oil! Tankstelle Mirow).

Fachverkäuferin im Bettenfachgeschäft

Roswitha Schmidt, gelernte Kosmetikerin, war bis zum Anfang des Jahres selbstständig. Als sie dann ihr Beauty-Studio nicht mehr hauptberuflich betreiben konnte, war sie sicher, dass sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr hat. „Ich dachte, dass kein Arbeitgeber mich mehr einstellen wird. Schließlich war ich ja bereits über 55 und die meisten Arbeitgeber wollen doch jüngere Mitarbeiter“.
Umso glücklicher war Frau Schmidt als ihr im Rahmen des Projektes „Allianz 50plus – Der Beschäftigungspakt für Ältere in den Regionen“ ein Arbeitsangebot unterbreitet werden konnte. Dabei bezog sich dieses jedoch nicht, wie vielleicht erwartet, auf die Kosmetikbranche. „Ich habe ursprünglich Handelsfachfrau gelernt, habe in den letzten Jahren jedoch ausschließlich als Kosmetikerin gearbeitet“ so Roswitha Schmidt. Trotzdem stellte sie sich im Matratzen Factory Outlet in Neubrandenburg vor. Seit dem 16. Mai 2010  ist sie dort nun als Fachverkäuferin angestellt und sehr glücklich. „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß“ fasst Roswitha Schmidt die ersten Arbeitstage bei dem neuen Arbeitgeber zusammen. Auch ihr neuer Arbeitgeber ist mehr als zufrieden mit Roswitha Schmidt und stellt fest: „Wir haben eine hoch motivierte und qualifizierte Mitarbeiterin gefunden.“

Personenkraftfahrer mit 50 Jahren

Dass ältere ArbeitnehmerInnen mindestens genauso flexibel und
belastbar sind, wie ihre jüngeren Kollegen, zeigt Werner Dittmann
jeden Tag. Er fand im Rahmen des Projektes „Allianz 50plus“ eine
neue Anstellung bei der WDU Dienstleistung GmbH als Fahrer im
Bereich des Personentransports.

Werner Dittmann fühlte sich mit 58 Jahren noch nicht bereit
dauerhaft zu Hause zu bleiben und ergriff daher die Initiative. Mit
der freiwilligen Teilnahme am Projekt „Allianz 50plus“ erhielt er
die Möglichkeit, wieder aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen. „Es
ist zwar manchmal anstrengend, aber der Job macht mir sehr
viel Spaß und es ist schön wieder gebraucht zu werden“ so
fasst Werner Dittmann seine ersten Arbeitsmonate zusammen.
Der gelernte Papiermacher hat vor seinem Einsatz als Personen-
transportfahrer bereits mehrere unterschiedliche Berufe ausgeübt.
Ob als Offizier, Autoverkäufer oder Dozent in der Erwachsenen-
ausbildung, Werner Dittmann zeigte immer wieder, wie flexibel er
bei der Wahl seines Arbeitsplatzes ist. Als sich dann im Rahmen
von Allianz 50plus die Möglichkeit bei der WDU Dienstleistung
GmbH ergab, zögert er nicht lange und stellte sich vor.

Neben dem Spaß am Umgang mit unterschiedlichen Menschen wird
in diesem Job vor allem eine hohe Einsatzbereitschaft benötigt.
Auch deswegen wird bei der WDU Dienstleistung GmbH in den Bewerbungsgesprächen nicht die Frage nach dem Alter in den Mittelpunkt gestellt. „Für uns ist viel wichtiger, wie jung und tatkräftig sich der Bewerber fühlt und was er bereit ist zu leisten“ so Hubertus Lachmann (WDU Dienstleistung GmbH). Neben seiner hohen Einsatzbereitschaft konnte Werner Dittmann vor allem mit seiner Zuverlässigkeit, seiner aufgeschlossenen und sympathischen Art sowie seiner Flexibilität punkten. „Wir haben einen hochqualifizierten Mitarbeiter gefunden“, so fasst Hubertus Lachmann zusammen.

Köchin in familiengeführtem Gasthof

Wenn Rita Häcker die Spezialität des Hauses zubereitet, Schnitzel mit Bratkartoffeln und Spiegelei, dann duftet es köstlich im gesamten Gasthof „Deutsche Eiche“. Mit viel Erfahrung und Liebe zu Details bereitet sie die Speisen zu.

Auch Rita Häcker, gelernte Köchin, hat die Chancen des Projektes „Allianz 50plus“ genutzt und konnte in dessen Rahmen in eine Festanstellung vermittelt werden.

Ganz unbekannt war ihr der neue Arbeitsplatz aber nicht. „Auf der einen Seite wohne ich hier in Warnitz und da kennt man die ortsansässigen Restaurants natürlich. In den vergangenen Jahren habe ich hier aber auch schon immer mal wieder als Saisonkraft arbeiten können“ so Rita Häcker. Doch zu einer Festanstellung ist es in der Vergangenheit nicht gekommen. Erst durch das Projekt „Allianz 50plus“ und die dort verankerte Unterstützung für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen konnte dies ermöglicht werden. Holger Rudolf, Inhaber des Gasthofes „Deutsche Eiche“ ist froh über seine neue Mitarbeiterin. „Das Alter von Rita ist für mich nicht von Bedeutung. Vielmehr zählt ihre Erfahrung als Köchin“. Und so sind die Beiden schon zu Beginn der neuen Saison ein eingespieltes Team und hoffen auch in diesem Jahr möglichst viele Gäste mit Schnitzel und selbstgebrautem Bier verwöhnen zu können.

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